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Schiefer ist ein metamorphes Gestein, welches aus vielen dünnen aufeinanderliegenden Platten besteht. Die aufbauenden Minerale sind vor allem tonige Sedimente, Quarze und Feldspat, auch glimmerartige Einschlüsse sind zu finden. Das Schiefergestein, wie wir es heute vorfinden, bildete sich über mehrere Millionen von Jahren hinweg bei Ablagerung verschiedener Minerale, die durch die Verwitterung von mineralhaltigen Gesteinen hervorgingen und durch weitere Überlagerungen von Sedimenten verfestigt wurden. Hohe Temperatur- und Druckverhältnisse führten zur Stabilität des Schiefers. ![]() |
Zahlreiche Nachweise über die Verwendung von Schiefer bei Verkleidungen von Bauwerken und der Dachdeckung reichen bis in die römische Zeit zurück. Vor allem ab dem Mittelalter fand der Naturstein bei sakralen Bauten Verwendung. Auch in der Barockzeit war die Schieferdeckung bei Kirchen, Patrizierhäusern und öffentlichen Bauten üblich. Bei Bauten mit Türmen und runden Dachformen wie Kuppeln findet überwiegend das Schiefermaterial Verwendung, da sich der Naturstein in jeglicher Form und Grösse bearbeiten lässt und zudem sehr witterungsbeständig ist, was eine lange Haltbarkeit mit sich bringt. ![]() |
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Schiefer spaltet sich in unterschiedlichsten Stärken. Bestimmte Sorten eigenen sich zur Verarbeitung in nur wenigen Millimetern Materialstärke. Diese sehr festen und dünn spaltbaren Schieferarten eignen sich gut als Dachschiefer, da die geringe Dicke der gewonnenen Schieferplatten eine Deckung mit relativ geringem Gewicht ermöglicht. Überdies lassen sich dünne Schieferplatten sehr schlüssig überdecken. Die Dachfläche bietet so dem Wind nur geringe Angriffsflächen und bietet eine hohe Sturmsicherheit. Andere Schiefersorten eignen sich eher für höhere Materialstärken, wie sie bei begehbaren Platten im Innen- und Aussenbereich benötigt werden. ![]() |
Verwendung findet Schiefer unter anderem bei der Dachdeckung, als Fassadenverkleidung, Wandverkleidung, oder als Bodenbelag für den Innenausbau und im Aussenbereich. Auch bei der Gartengestaltung, oder als Designelement findet der Naturstein Verwendung. Im Aussenbereich, besonders auf Dachflächen, oder als Wandverkleidung hat sich Schiefer aufgrund seiner Beständigkeit gegen harte Witterungsverhältnisse und seine Langlebigkeit bestens bewährt. ![]() |
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Naturschiefer - Moderne Architektur nutzt die elegante und feinstrukturierte Oberfläche des Schiefers als Designelement und kombiniert Naturschiefer mit Baustoffen wie Glas, Verspiegelungen oder den in optischer Vielfalt verwendeten Metallen wie Aluminium in Pressglanz, eloxiert oder gebürstet. Dabei greift das Schieferhandwerk auf eine lange Erfahrung zurück. Die Tradition des Schieferhandwerks zeigt ihre Stärken auch in der Denkmalpflege und der Erhaltung historischer Baukunstwerke. |
In den Schieferregionen, besonders in Mitteleuropa, entwickelten sich über Generationen die Verarbeitungstechniken und die Kunst perfekter Schieferdeckungen. Bereits die Wahl der Schiefersorte bedingt Fach- und Materialkenntnis. Es wird darauf geachtet, dass nur passende Materialsorten gemeinsam zur Verarbeitung kommen, und soweit möglich, kommt bei fachgerechten Restaurationen Schiefermaterial aus den Gewinnungsstätten des ursprünglich verwendeten Schiefers zum Einsatz. Schiefer ist ein reines Naturprodukt und variiert in Farbe und Struktur, abhängig von den jeweiligen Lagerstätten, aus denen der Rohschiefer gewonnen wurde. |
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